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Freitag, 21. Dezember 2018

Techno-Party beim Jazzfestival

Im Kleinen Haus wird gehörig mit Klang experimentiert. Beim Internationalen Jazzfestival (4. bis 6. Januar) spielt bei den Konzerten im Kleinen Haus des Theaters ein deutsch-portugiesisches Doppel auf. Außergewöhnliche Klänge mit viel Blech sind zu entdecken, dazu Techno und Musik, die man auch Geräusch nennen könnte.

Eigenwillig, abenteuerlich und herzzerreißend: Das Quintett "Impermanence" begibt sich in die Klangwelt der Improvisation.

„In der Kunst wie im Leben ist die Unbeständigkeit der Dinge die einzige Wahrheit, die unsere persönliche und kreative Entwicklung nährt", sagt die portugiesische Trompeterin Susana Santos Silva. „Schon in dem Moment, in dem wir erkennen, was etwas ist, ist dieses Etwas schon längst nicht mehr dasselbe." Dies ist der Grund, warum sie ihr Impro-Quintett „Impermanence" genannt hat: Unbeständigkeit. Gemeinsam mit Musiker-Kollegen aus ihrer Heimat und dem schwedischen Kontrabassisten Torbjörn Zetterberg begibt sie sich in die Klangwelt der Improvisation. Ihre Musik wird als eigenwillig, dunkel, abenteuerlich, wunderschön und herzzerreißend beschrieben, wild und sanft zugleich.

Das kann nur schaffen, wer exzellent ausgebildet ist – sie besitzt Diplome für Klassik- und Jazz-Trompete, Barock-Trompete und Jazz-Performance – und dennoch das „Handwerk" zur rechten Zeit vergessen kann: Wenn sie vor das Publikum tritt, sagt Susana Santos Silva, versuche sie, die Musik einfach von alleine passieren zu lassen.

 

"Tubax" sorgt am Samstag für besonders tiefe Töne im Kleinen Haus.

Bevor die Musik von Impermanence am Samstag „passiert", zeigt das Projekt „Feldmodul", was es unter Klang versteht. Florian Walter greift dafür zur „Tubax", einem 1999 entwickelten Instrument. Halb Saxophon, halb Tuba sorgt es für tiefste Töne. Anastasija Delidova steuert Video-Sequenzen dazu und Florian Hartlieb die Live-Elektronik.

Improvisationen, Drone-Music, Noise, Live-Sampling und Video-Technik ergeben zusammen einen Klang weit abseits des Mainstreams. „Ich bin in einer musikalischen und kulturellen Nische unterwegs", bekennt Florian Walter. Der Jury des Westfalen-Jazzpreises gefiel diese Nische so gut, dass sie dem 31-Jährigen den Preis 2019 zuerkannte. Der Saxophonist, Klarinettist, Komponist, Festivalkurator und Musiklabel-Mitbetreiber aus Hamm ist daher auch noch einmal Solo beim Festival zu hören: Am Samstagabend im Großen Haus.

Am Sonntag macht das portugiesische Duo Tubax den Anfang im Kleinen Haus. Mit einer musikalischen Liebeserklärung an den Bassklang der Tuba. Das Saxophon von Mário Marques schmiegt sich dabei an die Tuba von Sérgio Carolino – und gemeinsam rücken sie den unterschiedlichsten Stilen und Eigenkompositionen zu Leibe, vom Balkan-Sound bis zum traditionellen Dixie. Dass die beiden langjährige musikalische Weggefährten sind, hört man bestens aus ihren instrumentalen Dialogen heraus.

 

Treibend, nervös, auch mal lyrisch und immer tanzbar: Lebendigen Techno präsentieren die Musiker von LBT.

Wie man aus Jazz Techno macht, zeigen danach drei schwer angesagte Münchner: Pianist und Bandleader Leo Betzl, Bassist Maximilian Hirning und Schlagzeuger Sebastian Wolfgruber, kurz LBT. Und zwar ohne Computer, ohne Synthesizer, rein akustisch. „Lebendiger Techno" nennen sie es, treibend, nervös, durchaus auch mal lyrisch, immer tanzbar.

Das Trio nimmt seine große Liebe zur Improvisation immer ernst – sind doch alle drei Musiker im Modern Jazz groß geworden. „Wir haben alle im Trio gecheckt: Okay, das hat was krass Eigenes, wenn man solche Musik akustisch spielt und dann auch noch darüber improvisiert", erzählt Maximilian Hirning. Jetzt werden Klaviersaiten mit einem Plektrum bearbeitet, am Schlagzeug wird geraschelt oder wild gegroovt, der Bass sanft gestrichen oder gewaltig malträtiert. Wenn der Zuhörer die Augen schließt, wähnt er sich tatsächlich in einem Techno-Club.

Die Partner des Festivals sind das Parkhotel Hohenfeld, die M4-Media Agentur, die Münstersche Zeitung, das Pianohaus Micke, Mercedes-Benz Beresa, das Reisebüro ReiseArt Lufthansa City Center, die Firmengruppe Hermann Brück, die Sparkasse Münsterland Ost, die Deutsche Bahn AG, das Cinema, das Theater Münster und WDR3.

Zu diesem Artikel können wir Ihnen folgendes Bildmaterial anbieten:

Eigenwillig, abenteuerlich und herzzerreißend: Das Quintett "Impermanence" begibt sich in die Klangwelt der Improvisation. Foto: Joao Pedro Brandao. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.

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"Tubax" sorgt am Samstag für besonders tiefe Töne im Kleinen Haus. Foto: Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.

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Treibend, nervös, auch mal lyrisch und immer tanzbar: Lebendigen Techno präsentieren die Musiker von LBT. Foto: Jan Scheffner. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.

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